| Alistair Hulett live im Cobbler's Irish Pub: eine Sternstunde des politische engagierten Liedes |
Alistair Hulett, schottische Singer
und Songwriter und astreiner Sozialist war am 24. März im Cobbler's Irish Pub in
Germering zu Gast. Auch bei seinem mittlerweile 2. Auftritt in dieser vor den
Toren Münchens gelegenen Oase der keltischen Folkmusik gelang es ihm wieder
spielend, das Publikum in kürzeseter Zeit in seinen Bann zu ziehen.
Gut 25 Jahre hat Alistair Hulett in
Australien verbracht und dort als Punk-Folk-Rocker und Mitglied eines
Straßentheaterensembles gegen die Ausbeutung der Arbeiter in den Asbestminen
agitiert.
Sein aktuelles Album "Red
Clydeside" erzählt die Geschichte des Arbeiteraufstandes in Glasgow während des
ersten Weltkrieges, mit dem die Arbeiter in den dortigen Rüstungsfabriken das
Ende des blutigen Gemetzels auf den Schlachtfeldern Europas erzwingen wollten.
Im Konzert sang er unter anderem den Titelsong dieses Albums "The Red
Clydesides", der den Protagonisten dieses Aufstandes gewidmet ist...
Ja, das ist eine Geschichte, die mich
sehr fasziniert hat. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr hat
mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Es ist eine Art verborgene
Geschichte (im historischen Sinn) der Stadt Glasgow.
Glasgow war quasi eine besetzte Stadt.
Das war die Antwort der Regierung auf die Ereignisse, die als "Red Clydeside"
bezeichnet werden, auf die Bewegung, die von John MacLane angeführt wurde.
Daraus entwickelte sich beinahe eine Revolution und es gab natürlich gewisse
Zusammenhänge mit den Ereignissen in Deutschland, die zur Entmachtung des
Kaisers führten und im Endeffekt das Ende des Krieges herbeiführten, da sich die
Dinge so schrecklich entwickelt hatten, dass die Arbeiter auf beiden Seiten zu
extremen Mitteln griffen, um das ganze zu beenden.
Diese Geschichte wollte ich erzählen
und ich begann nachzuforschen. So schrieb ich schließlich etliche Songs, von
denen ich 9 aufgenommen habe, die auf meiner letzten CD zu hören sind. Damit bin
ich viel auf Tournee gewesen, in Schottland und erst vor kurzem fand in Glasgow
das Celtic Connections Festival statt.
Die Veranstalter des Celtic
Connections Festivals versuchen zur Zeit, Fördermittel beim British Arts Council
aufzutreiben. Dieses Gremium finanziert Projekte, die nicht kommerziell
funktionieren oder profitorientiert sind. | Seitenanfang |